Altersvorsorge

Die Frage der Altersvorsorge spielt aus vernünftigem Grund für jeden eine wichtige, vielleicht sogar zentrale Rolle.

Selbstverständlich muss frühzeitig abgeklärt werden, welche Einkünfte nach der beruflichen Tätigkeit zu erwarten sind. Auf Grund bisheriger Strukturen hatte die Altersvorsorge eine eher untergeordnete Funktion. Jedermann konnte sich - wenigstens in einer guten Näherung - selbst ausrechnen, welche Rente vom "`Staat"' mit Beginn des Rentenalters gezahlt wird. Familiärer Zusammenhalt der Art: "`Du sollst Deinen Vater und Deine Mutter ehren ..."' spielten aus Sicht der Finanzmathematik keine Rolle. Dies wird sich ändern. Zeitlich abhängige Größen des Inputs und des Outputs der Zahlungen in und aus der Rentenkasse erzwingen ein Umdenken.

Die Grafik 6 stellt in elementarer Form das Prinzip der gesetzlichen Rentenversicherung dar. Der In- und Output der Rentenkasse soll diskutiert werden.

Figure 6: Input und Output der Gesetzlichen Rentenversicherung
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Für die Bundesrepublik Deutschland gilt ein so genannter Generationsvertrag. Dies soll heißen, die in "`Brot und Arbeit"' stehende "`junge Generation"' hat einen Teil ihres Einkommens in eine Rentenkasse abzuführen. Aus diesen Einzahlungen werden die monatlichen Renten der Anspruchnehmer gezahlt. Dies macht nicht nur aus moralischer Sicht Sinn.

Offensichtlich scheint dieses Prinzip nunmehr an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit zu stoßen. Wir wollen hier kurz darauf eingehen und verwenden die definierten Variablen der Abbildung 6. Es ist offensichtlich, dass die Einzahlungen und Auszahlungen aus der Rentenkasse voneinander abhängig sind.

Die Summe der Zahlungen der Rentenversicherungspflichtigen muss der Summe der Entnahmen für die Rentenempfänger entsprechen. Diese Größen sind aber eine Funktion der Zeit...

Die bis zu diesem Punkt eher leichte mathematische Aufgabe wird aber daher "`unberechenbar"', da beide Größen für die Zukunft kaum zu definieren sind.

Wir wollen nun beide Größen beschreiben um die Problematik darzustellen. Im Abschluss wollen wir Empfehlungen geben, die altersabhängig Wege aufzeigen, mit dieser Problematik vernünftig umzugehen.

Die unbekannte Größe "`Rentenversicherungspflichtige"':

Die unbekannte Größe "`Rentenempfänger"':

Was nun? Im Grunde kann dies in sehr kurzer Form beschrieben werden. "`Ältere"' Herrschaften können an der jetzigen Situation nichts bewegen. Wer in den nächsten (5-10) Jahren Anspruch auf eine gesetzliche Rente erheben kann und bisher keine weiteren Rentenmaßnahmen getroffen hat oder treffen konnte, wird sich mit der vom Gesetzgeber "`verordneten"' Rente begnügen müssen. "`Junge Leute"' sollten eine freiwillige Zusatz-Rentenversicherung abschließen um den Lebensstandard im Rentenalter annähernd halten zu können. Wir wollen an dieser Stelle nicht an Spekulationen teilhaben und eine Aussage zur Höhe der gesetzlichen Rente in 20 Jahren treffen. Man muss aber sehr wahrscheinlich davon ausgehen, dass keine unerhebliche Rentenverringerung zu verzeichnen sein wird.

Es gibt nun sicherlich verschiedene Möglichkeiten für die Zeit nach der beruflichen Tätigkeit vorzusorgen. Einige sollen kurz erläutert werden.



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Torsten Wehner, wehner[at]zinsmath.de