Rente mit Kapitalverzehr
Natürlich kann in Ableitung der Problematik aus Abschnitt
5.2 auch eine andere finanzmathematische Fragestellung
diskutiert werden: "`Welches Kapital benötigt man um über einen
gewissen Zeitraum eine monatliche Rente auszuzahlen?"' Eine solche
Thematik spielt immer dann eine Rolle, wenn kurze Zeiträume
überbrückt werden müssen. Das in Tabelle 14
gewählte Beispiel mit einer Laufzeit von 10 Jahren sollte somit
eine obere Grenze darstellen.
Table 14:
Zeitlich begrenzte Rentenzahlung aus einem vorhandenen Kapital
| monatliche Rente mRente: |
500.- EUR |
| Jahreszinsfaktor jZF: |
1.03 (3.0 % p.a.) |
| Verzinsung: |
einmal jährlich |
| Laufzeit m: |
120 Monate |
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| Anlagebetrag K: |
gesucht |
| |
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| Anmerkung: |
der Anlagebetrag K ist zum Ende |
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der Laufzeit aufgebraucht |
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Für die angegebene Aufgabe kann (für zunächst fünf monatliche
Entnahmen) folgendes Gleichungssystem 36 geschrieben
werden.
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(36) |
Die Gleichungen in 36 können zusammengefasst und nach
dem Kapital K aufgelöst werden.
K = 12 . mRente .  |
(37) |
Gleichung 37 lässt sich auch für beliebige Laufzeiten
schreiben. Man erhält:
K = 12 . mRente .  |
(38) |
Durch einiges Glück lässt sich die Gleichung 38 auch
für den Taschenrechner aufbereiten. Man erhält die in
ZinsMath verwendete Formel 39:
K = - 12 . mRente .  |
(39) |
Für das in Tabelle 14 aufgezeigte Beispiel
berechnet sich das benötigte Kapital mit K = 51181.21 EUR.
Anmerkung: Die Berechnungsgrundlage des Abschnittes 5.3
realisiert den vollständigen Kapitalverzehr, soll heißen, das für
die Rentenzahlung eingesetzte Kapital K ist zum Ende der Laufzeit
aufgebraucht.
Torsten Wehner, wehner[at]zinsmath.de